Was Eltern von dir erwarten
Eltern wollen keinen Pädagogen. Sie wollen jemanden, der pünktlich kommt, ruhig bleibt und im Zweifel anruft. Das Handy bleibt in der Tasche, solange die Kinder wach sind. Die Abendroutine wird so gemacht, wie die Eltern es gesagt haben, nicht wie du es besser fändest. Und wenn etwas kaputtgeht oder ein Kind sich wehtut, sagst du es sofort, nicht erst beim Abschied.
Dazu kommt das, was man nicht lernen kann: Kinder mögen. Wer sich mit einem Vierjährigen eine halbe Stunde über Bagger unterhalten kann, hat den Job. Wer nach zehn Minuten aufs Tablet schielt, nicht.
- Pünktlich und erreichbar, auch bei der Absprache vorher.
- Ruhig bei Trotz, Tränen und Streit unter Geschwistern.
- Regeln der Eltern einhalten, auch wenn die Kinder verhandeln.
- Notfallnummer griffbereit, Kinderarzt und Eltern.
- Ehrlich, wenn etwas schiefging.
Welche Erfahrung zählt, und wie du sie nachweist
Du brauchst keinen Abschluss, aber Belege dafür, dass du mit Kindern umgehen kannst. Jüngere Geschwister sind der Klassiker. Nachbarskinder, auf die du schon aufgepasst hast. Die Jugendgruppe im Verein oder in der Gemeinde, die Ferienfreizeit, die Betreuung beim Kindergeburtstag der Cousine. Schreib das ins Profil, mit Alter der Kinder und Dauer.
Ein Babysitterkurs oder ein Erste-Hilfe-Kurs am Kind ist kein Muss, aber ein deutliches Plus. In Hamburg bieten das DRK, die Johanniter und mehrere Familienbildungsstätten solche Kurse an, meist an einem Wochenende. Frag dort nach Terminen und Kosten. Im Profil macht die Zeile „Erste Hilfe am Kind, Stand 2026" mehr Eindruck als drei Adjektive über dich selbst.
Was du pro Stunde nehmen kannst
Der Satz hängt von deinem Alter, deiner Erfahrung und der Uhrzeit ab. Ein Nachmittag mit einem Schulkind bei Tageslicht ist etwas anderes als ein Samstagabend mit zwei Kleinkindern bis Mitternacht. Für Abende und Wochenenden nehmen die meisten zwei bis drei Euro mehr, bei mehreren Kindern noch einmal so viel.
| Wer du bist | Üblicher Stundensatz | Wann mehr |
|---|---|---|
| Schüler ab 16, erste Erfahrung | etwa 10 bis 13 Euro | ab 20 Uhr, am Wochenende, ab zwei Kindern |
| Student mit Erfahrung | etwa 13 bis 18 Euro | Säuglinge, mehrere Kinder, nach Mitternacht |
| Student mit Erste-Hilfe-Kurs und Referenzen | etwa 15 bis 20 Euro | regelmäßige Betreuung, kurzfristige Anfragen |
Spannen für Hamburg, Stand 2026. Auf domilio legst du deinen Satz selbst im Profil fest, Auftraggeber sehen ihn vor der Anfrage.
Nenn deinen Satz klar und verhandle nicht an der Haustür. Wenn eine Familie dich regelmäßig bucht, kannst du nach ein paar Monaten anpassen. Was Eltern zahlen und warum, steht ausführlicher im Ratgeber Babysitter Stundenlohn.
Wo du Babysitter-Jobs in deiner Nähe findest
Die besten Jobs kommen aus der Nachbarschaft, weil kurze Wege für beide Seiten zählen. Kein Elternteil will nachts einen Babysitter quer durch Hamburg fahren, und du willst nicht eine Stunde Bus für zwei Stunden Sitzen.
- Plattform mit geprüften Profilen: Du legst dein Gebiet nach Postleitzahlen fest, Familien aus diesen Stadtteilen fragen dich an. Auf domilio siehst du Anfragen in der App und sagst zu oder ab.
- Aushang im Hausflur und im Supermarkt: Altmodisch, aber im eigenen Viertel wirksam. Name, Alter, Erfahrung, Handynummer.
- Eltern aus Kita und Schule: Wer jüngere Geschwister hat, kennt die Eltern schon. Ein Satz beim Abholen reicht.
- Empfehlung: Die erste zufriedene Familie erzählt es der zweiten. Dafür musst du nichts tun außer gute Arbeit.
Leg dein Profil an, wähl Babysitting und dein Gebiet, und Familien aus deinem Stadtteil finden dich.
Als Babysitter startenProfil und erstes Kennenlernen
Ein gutes Profil hat ein Foto, auf dem du freundlich und ohne Sonnenbrille zu sehen bist, zwei Sätze zu dir und eine ehrliche Liste deiner Erfahrung. Schreib, welche Altersgruppen du dir zutraust und wann du kannst. „Dienstag und Donnerstag ab 16 Uhr, Wochenende nach Absprache" ist besser als „flexibel".
Das erste Treffen findet bei der Familie statt, wenn die Kinder wach sind. Nimm dir eine halbe Stunde. Frag nach Schlafenszeiten, Essen, Allergien, Hausregeln und der Notfallnummer. Schreib es dir auf. Eltern merken, ob jemand zuhört. Bei domilio vereinbart ihr das Treffen im Chat, bevor die erste Buchung verbindlich wird.
- Foto und zwei Sätze zu dir, keine Floskeln.
- Erfahrung mit Alter der Kinder und Dauer.
- Feste Zeiten nennen, an denen du wirklich kannst.
- Beim Kennenlernen fragen und mitschreiben.
- Nach dem ersten Abend kurz melden, wie es lief.
Sicherheit für beide Seiten
Du gehst abends in fremde Wohnungen. Das sollte nicht auf Basis einer WhatsApp-Nummer passieren. Bei geprüften Plattformen haben beide Seiten E-Mail, Telefon und Ausweis bestätigt. Deine Adresse sieht niemand, nur dein Postleitzahlgebiet. Die volle Adresse der Familie bekommst du erst, wenn du den Auftrag annimmst. Sag jemandem, wo du bist und wann du zurück bist, auch wenn alles seriös wirkt.
Die Bezahlung läuft über die Plattform, nicht bar. Die Familie zahlt bei der Buchung in Treuhand, nach dem Abend bestätigt ihr beide, und das Geld geht auf dein Konto. Dauert es länger als geplant, passt ihr die Stunden im Auftrag an. Kein Diskutieren um Kleingeld um ein Uhr nachts.
Minijob bei der Familie oder selbständig über die Plattform
Wenn eine Familie dich fest anstellt, etwa jeden Nachmittag, ist das ein Minijob im Privathaushalt. Die Familie meldet dich bei der Minijob-Zentrale an, du darfst bis 603 Euro im Monat verdienen, Stand 2026, und die Familie zahlt kleine Pauschalen. Das lohnt sich bei regelmäßigen, festen Zeiten.
Bei einzelnen Abenden für verschiedene Familien läuft es anders: Du bist selbständig. Du stellst niemandem eine Rechnung von Hand, das übernimmt die Plattform, aber du bist für deine Steuern selbst verantwortlich. Solange dein Jahreseinkommen unter dem Grundfreibetrag bleibt, fällt keine Einkommensteuer an. Wer regelmäßig und planmäßig sitzt, muss laut AGB ein Gewerbe anmelden. Frag bei Unsicherheit das Finanzamt oder einen Steuerberater, das ist ein kurzes Gespräch.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter kann ich als Babysitter arbeiten?
Gelegentlich mit Zustimmung der Eltern ab 13, tagsüber und nur wenige Stunden. Für Abende und über Plattformen wie domilio musst du mindestens 16 sein. Familien mit Säuglingen suchen meist jemanden mit Erfahrung, egal welchen Alters.
Wie viel verdient man als Babysitter pro Stunde?
Schüler ab 16 etwa 10 bis 13 Euro, Studenten mit Erfahrung 13 bis 18 Euro, Stand 2026 in Hamburg. Abends, am Wochenende und bei mehreren Kindern kommen zwei bis drei Euro dazu.
Brauche ich einen Babysitterkurs?
Nein, aber er hilft. Ein Erste-Hilfe-Kurs am Kind, etwa beim DRK oder den Johannitern in Hamburg, dauert ein Wochenende und macht im Profil Eindruck. Wichtiger sind echte Erfahrung und Referenzen von Familien.
Wo finde ich Babysitter-Jobs in meiner Nähe?
Über eine Plattform, auf der du dein Gebiet nach Postleitzahlen festlegst, über Aushänge im eigenen Viertel und über Eltern aus Kita oder Schule. Auf domilio fragen Familien aus deinem Stadtteil dich direkt an.
Ist Babysitten ein Minijob?
Nur, wenn eine Familie dich fest anstellt und bei der Minijob-Zentrale meldet. Bei einzelnen Einsätzen für verschiedene Familien über eine Plattform arbeitest du selbständig und bist für deine Steuern selbst verantwortlich.
Wie werde ich bezahlt?
Auf domilio zahlt die Familie bei der Buchung in Treuhand. Nach dem Abend bestätigt ihr beide den Auftrag, und das Geld geht auf dein Konto. Rechnung und Beleg erstellt die Plattform automatisch.
