Hundepension oder Hundesitter: Was passt zu deinem Hund im Urlaub?

Der Urlaub ist gebucht, nur der Hund kann nicht mit. Dann stehen drei Wege zur Wahl: Hundepension, Hundesitter, der zu dir nach Hause kommt, oder Tagesstätte für die Zeit, in der du arbeitest. Hier stehen die Kosten in Hamburg, was für welchen Hund passt und wie du beides vorbereitest, damit es am Abreisetag keine Überraschung gibt.

6 Minuten LesezeitStand 3. September 2026
Als PDF herunterladen
Hundesitterin geht mit einem Hund im Park spazieren

Die drei Wege im Überblick

Alle drei Formen haben ihren Platz. Welche passt, hängt vom Hund ab, nicht vom Preis. Die Spannen gelten für Hamburg und Umland, Stand 2026.

BetreuungKostenWie es läuftPasst zu
Hundepensionetwa 25 bis 45 € je Tag, Woche 150 bis 300 €Hund wohnt in der Pension, meist in Gruppen, feste ZeitenSozialen, gesunden Hunden, die Trubel mögen
Hundesitter zu Hauseetwa 25 bis 40 € je Tag, Übernachtung nach AbspracheSitter kommt zu Gassi und Fütterung oder zieht einAlten, ängstlichen oder kranken Hunden, Hunden mit Routine
Hundetagesstätteetwa 20 bis 35 € je TagAbgabe morgens, Abholung abends, Gruppe mit BetreuungBerufstätigen, jungen und verspielten Hunden
Sitter nur für Gassietwa 10 bis 15 € je RundeEine oder zwei Runden am Tag, sonst bleibt der Hund alleinKurzen Abwesenheiten, Hunden, die allein bleiben können

Preise mit Wochenend- und Feiertagszuschlag oft höher. Ferienzeiten früh buchen, gute Pensionen sind Monate vorher voll.

Hundepension: Was drin ist und was nicht

Eine Pension nimmt den Hund für die ganze Zeit. Er lebt dort mit anderen Hunden, hat feste Fütterungs- und Auslaufzeiten und Betreuer, die den Tag über da sind. Für einen sozialen Hund, der Artgenossen mag, ist das oft ein guter Urlaub.

Es gibt Bedingungen. Fast alle Pensionen verlangen einen aktuellen Impfschutz gegen Staupe, Parvovirose, Leptospirose und Zwingerhusten, dazu Entwurmung und Parasitenschutz. Rüden und läufige Hündinnen werden manchmal nicht oder nur getrennt aufgenommen. Und der Hund sollte vorher zur Probe da gewesen sein, einen Tag oder eine Nacht.

Was du prüfen solltest: Wie groß sind die Gruppen, wie viele Betreuer sind da, wo schlafen die Hunde, was passiert bei Krankheit. Eine gute Pension zeigt dir alles und stellt selbst Fragen zu deinem Hund. Eine, die nur den Preis nennt, ist selten die richtige.

Für ängstliche, alte oder kranke Hunde ist die Pension oft Stress. Fremde Umgebung, fremde Hunde, fremde Gerüche. Solche Hunde sind bei einem Sitter zu Hause besser aufgehoben.

Hundesitter zu Hause: Der Hund bleibt in seiner Welt

Beim Sitter bleibt der Hund in der gewohnten Wohnung, mit seinem Korb, seinen Routinen und seinen Gassi-Wegen. Der Sitter kommt zu festen Zeiten, geht raus, füttert, bleibt eine Weile. Bei längeren Reisen zieht er ein oder übernachtet, das klärt ihr vorher.

Das ist die entspannteste Lösung für Hunde, die Veränderung schlecht vertragen. Der Preis ist ähnlich wie bei der Pension, dafür kümmert sich eine Person nur um deinen Hund. Wer als Sitter infrage kommt, wie das Kennenlernen läuft und was Sitter verdienen, steht im Ratgeber Hundebetreuung privat: Preise und Ablauf.

Über domilio findest du geprüfte Schüler und Studenten aus deinem Stadtteil, die Gassi gehen, füttern und den Hund über den Tag betreuen. Übernachtungen und Urlaubsbetreuung klärt ihr direkt im Chat. Der Stundensatz steht im Profil, bezahlt wird über die Plattform.

Hundetagesstätte: Für den Alltag, nicht für den Urlaub

Die Tagesstätte ist die Kita für Hunde. Morgens abgeben, abends abholen, dazwischen Gruppe, Auslauf und Betreuung. Sie löst das Problem von Berufstätigen, deren Hund nicht acht Stunden allein bleiben soll. Für den Urlaub taugt sie nur, wenn jemand den Hund abends holt.

Junge, verspielte und soziale Hunde blühen dort auf. Alte Hunde und solche, die Ruhe brauchen, kommen abends überdreht oder erschöpft zurück. Auch hier gilt: erst Probetag, dann Vertrag.

Welcher Hund braucht was?

  • Alter oder kranker Hund: Sitter zu Hause. Medikamente, Ruhe und die bekannte Umgebung zählen mehr als Gesellschaft.
  • Ängstlicher Hund: Sitter zu Hause, mit langer Eingewöhnung. Pension und Tagesstätte sind Stress.
  • Junger, sozialer Hund: Pension oder Tagesstätte. Er will Beschäftigung und andere Hunde.
  • Hund mit fester Routine: Sitter, der die Zeiten einhält. Welche Runde wann, wo gefressen wird, was tabu ist.
  • Hund, der allein bleiben kann: Sitter für zwei Gassi-Runden am Tag reicht bei kurzen Reisen.
  • Hund mit Problemen an der Leine oder mit Artgenossen: Sitter mit Erfahrung, Einzelbetreuung, keine Gruppe.

Vorbereitung: Was vor der Abreise erledigt sein muss

  1. Probetermin mit Sitter oder Pension, mindestens zwei Wochen vor der Reise.
  2. Notfallzettel: Tierarzt mit Telefonnummer, Tierklinik mit Notdienst, deine Erreichbarkeit, eine Vertrauensperson vor Ort.
  3. Futterplan mit Mengen und Zeiten, Leckerli-Regeln, Unverträglichkeiten.
  4. Medikamente mit Dosierung und Zeiten, am besten schriftlich.
  5. Impfpass, Chipnummer, Versicherungsnummer der Hundehalterhaftpflicht griffbereit.
  6. Gassi-Routine: welche Runden, Leinenpflicht, wo der Hund frei laufen darf, was er nicht mag.
  7. Bei Sitter zu Hause: Schlüsselübergabe, Absprachen zu Wohnung, Heizung, Post schriftlich im Chat festhalten.

Zwei rechtliche Punkte gehören dazu. In Hamburg ist die Hundehalterhaftpflicht Pflicht, sie deckt auch Schäden ab, die der Hund unter Aufsicht eines Sitters anrichtet, das solltest du bei deiner Versicherung bestätigen lassen. Und die Absprachen mit dem Sitter, von den Zeiten bis zur Frage, ob der Hund aufs Sofa darf, hältst du schriftlich fest. Bei domilio läuft das im Chat zum Auftrag, da kann später niemand sagen, das sei anders vereinbart gewesen.

Hundesitter aus deinem Stadtteil, geprüft, mit Probetermin vorab. Anfragen kostet nichts.

Hundesitter in Hamburg finden

Häufige Fragen

Was kostet eine Hundepension pro Tag?

In Hamburg und Umland etwa 25 bis 45 Euro am Tag, Stand 2026. Eine Woche liegt bei 150 bis 300 Euro. In den Schulferien und an Feiertagen sind Zuschläge üblich, und gute Pensionen sind für den Sommer oft Monate vorher ausgebucht.

Was ist günstiger, Hundepension oder Hundesitter?

Bei voller Tagesbetreuung liegen beide ähnlich, etwa 25 bis 45 Euro am Tag. Braucht der Hund nur zwei Gassi-Runden und bleibt sonst allein, ist ein Sitter mit 10 bis 15 Euro je Runde deutlich günstiger. Entscheidend sollte aber sein, womit der Hund besser klarkommt.

Welche Impfungen verlangt eine Hundepension?

Üblich sind Staupe, Parvovirose, Leptospirose und Zwingerhusten, dazu Entwurmung und Parasitenschutz. Die genauen Anforderungen stehen in den Bedingungen der Pension. Frag beim Probetermin nach und nimm den Impfpass mit.

Kann ein Hundesitter bei mir übernachten?

Ja, wenn ihr das vorher so vereinbart. Viele Sitter bieten Übernachtungen für längere Reisen an, der Preis liegt dann über einer reinen Tagesbetreuung. Schlüssel, Regeln für die Wohnung und Zeiten haltet ihr schriftlich fest.

Was passiert, wenn der Hund beim Sitter krank wird?

Dafür ist der Notfallzettel da: Tierarzt, Klinik mit Notdienst und deine Erreichbarkeit. Kläre vorher, bis zu welchem Betrag der Sitter ohne Rücksprache handeln darf. Die Kosten trägst du als Halter, deshalb gehört die Absprache schriftlich in den Chat.

Haftet der Hundesitter, wenn mein Hund etwas anstellt?

In der Regel haftet der Halter über die Hundehalterhaftpflicht, die in Hamburg Pflicht ist. Ob sie auch greift, wenn ein Sitter den Hund führt, bestätigst du bei deiner Versicherung. Der Sitter haftet für eigene grobe Fehler, etwa wenn er den Hund entgegen der Absprache ableint.

Passende Leistung