Schülerjob ab 15 und 16: Was erlaubt ist, was es bringt und wo du in Hamburg anfängst

Du bist 15 oder 16 und willst eigenes Geld verdienen. Gute Idee, aber es gibt Regeln. Hier steht, was du in welchem Alter darfst, was der Unterschied zwischen Minijob und selbständigem Helfen ist und welche Jobs in Hamburg realistisch sind.

6 Minuten LesezeitStand 10. August 2026
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Junger Helfer bringt einer Nachbarin die Einkäufe

Ab welchem Alter du was arbeiten darfst

Das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt, wer wann wie lange arbeiten darf. Die Grenzen sind klar gezogen, und sie gelten für alle Jobs, egal ob angestellt oder selbständig.

AlterWas erlaubt istGrenzen
13 und 14Leichte Arbeiten wie Zeitungen austragen, Babysitten, GartenhilfeNur mit Einverständnis der Eltern, höchstens 2 Stunden am Tag, nicht vor der Schule
15Ferienjobs, bis zu 4 Wochen im Jahr in den SchulferienHöchstens 8 Stunden am Tag, 40 in der Woche, keine Arbeit nach 20 Uhr
16 und 17Regelmäßige Jobs neben der Schule, Ferienjobs, selbständiges HelfenKeine Nachtarbeit, keine gefährlichen Arbeiten, Schule geht vor
18Alles, was Erwachsene dürfenKeine besonderen Grenzen mehr

Vereinfachte Übersicht nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz, Stand 2026. Im Zweifel beim Jugendamt oder der Schule nachfragen.

Der Sprung von 15 auf 16 ist der wichtigste. Mit 16 darfst du regelmäßig neben der Schule arbeiten, nicht nur in den Ferien. Deshalb nehmen viele Plattformen und Arbeitgeber erst ab 16 auf. Auf domilio ist das genauso: Helfer sind ab 16 dabei.

Minijob oder selbständig: Der Unterschied

Ein Minijob ist eine Anstellung. Du hast einen Arbeitgeber, der dich bei der Minijob-Zentrale anmeldet, dir den Lohn überweist und die Abgaben zahlt. Die Grenze liegt 2026 bei 603 € im Monat. Bis dahin bleibt der Verdienst für dich abgabenfrei, du kannst dich nur von der Rentenversicherung befreien lassen oder nicht. Typische Minijobs für Schüler sind Regale einräumen im Supermarkt, Kellnern oder Zeitungen austragen.

Selbständiges Helfen ist etwas anderes. Du hast keinen Arbeitgeber, sondern Kunden. Du entscheidest selbst, welche Aufträge du annimmst und wann. Dafür bist du auch selbst dafür verantwortlich, was du mit deinen Einnahmen machst. Genau so läuft es auf Plattformen wie domilio: Helfer sind laut AGB selbständig, keine Arbeitnehmer. Wer regelmäßig und mit Absicht Geld verdient, muss ein Gewerbe anmelden. Das ist kein Hexenwerk, in Hamburg geht das online beim Bezirksamt und kostet eine kleine Gebühr.

Steuern zahlst du als Selbständiger erst, wenn dein Einkommen über dem Grundfreibetrag liegt. Der liegt 2026 bei rund 12.348 € im Jahr, Stand mit Vorbehalt. Für einen Schülerjob mit ein paar Stunden pro Woche ist das weit weg. Trotzdem: Eine Steuererklärung kann Pflicht sein, auch wenn am Ende null rauskommt. Frag im Zweifel einen Steuerberater oder das Finanzamt.

Typische Schülerjobs in Hamburg und was sie bringen

Hamburg ist groß, und in jedem Stadtteil gibt es Leute, die Hilfe brauchen. Diese Jobs funktionieren neben der Schule am besten, weil sie sich stundenweise buchen lassen und keine festen Schichten haben.

JobÜblicher StundensatzPasst, wenn du
Nachhilfe für jüngere Schüleretwa 10 bis 15 €in einem Fach sicher bist und erklären kannst
Gassi gehen, Hundebetreuungetwa 10 bis 14 €Hunde magst und pünktlich bist
Einkaufen für Nachbarnetwa 12 bis 15 €ein Fahrrad hast und zuverlässig bist
Gartenhilfe, Laub, Rasenetwa 13 bis 16 €gern draußen bist und anpacken kannst
Babysittingetwa 10 bis 15 €Erfahrung mit Geschwistern oder Nachbarskindern hast

Spannen aus Hamburg, Stand 2026. Auf domilio legst du deinen Stundensatz selbst fest.

Zur Einordnung: Der Mindestlohn für Angestellte liegt 2026 bei 13,90 €. Für Jugendliche unter 18 gilt er offiziell nicht, aber er ist ein guter Maßstab. Wer dir für Gartenarbeit 8 € anbietet, nutzt dich aus.

Rechenbeispiel: Zwei Nachhilfestunden pro Woche zu 12 € und einmal Gassi gehen zu 12 € bringen etwa 36 € in der Woche, also rund 150 € im Monat. Das ist mehr, als die meisten Ferienjobs bringen, und du hast trotzdem Zeit für die Schule.

Schülerjobs in der Nähe finden

Der klassische Weg ist der Aushang im Supermarkt oder das Nachfragen bei Nachbarn. Das funktioniert noch, dauert aber. Der zweite Weg sind Jobbörsen, die vor allem Minijobs in Läden und Gastronomie listen. Der dritte Weg sind Plattformen, auf denen du ein Profil anlegst und Anfragen aus deiner Umgebung bekommst.

Auf domilio legst du dein Einsatzgebiet fest, wählst deine Leistungen und wartest auf Anfragen. Du siehst, worum es geht und wo, bevor du zusagst. Bezahlt wird über die Plattform: Das Geld liegt in Treuhand, bis ihr beide bestätigt habt, dass der Auftrag erledigt ist. Dann geht es auf dein Konto, ohne Nachlaufen. Beide Seiten sind per E-Mail, Telefon und Ausweis geprüft, also weißt du, zu wem du gehst, und die andere Seite weiß, wer kommt.

Ab 16 kannst du dich als Helfer eintragen. Profil anlegen, Leistungen wählen, Anfragen aus deinem Stadtteil bekommen.

Helfer werden

Was Eltern wissen sollten

Bis zur Volljährigkeit brauchen Jugendliche für Verträge die Zustimmung der Eltern. Das gilt auch für ein Profil auf einer Plattform. Sprich also vorher mit deinen Eltern, und ihr schaut euch die Bedingungen gemeinsam an.

  • Schule geht vor. Wer wegen des Jobs schlechter wird, muss kürzen.
  • Kindergeld bleibt bei Schülern erhalten, egal wie viel sie verdienen.
  • Bei Familienversicherung in der Krankenkasse gibt es Einkommensgrenzen. Bei ein paar Stunden pro Woche ist das kein Thema, bei viel Arbeit in den Ferien nachfragen.
  • Ein eigenes Konto ist praktisch, damit das Geld direkt beim Jugendlichen ankommt.

Tipps für die erste Anfrage

  1. Profil ehrlich ausfüllen. Schreib, was du kannst und was nicht. „Ich habe zwei Jahre den Hund meiner Nachbarn ausgeführt" ist besser als „Ich liebe Tiere".
  2. Schnell antworten. Wer innerhalb weniger Stunden reagiert, bekommt den Auftrag eher als jemand, der nach zwei Tagen antwortet.
  3. Beim ersten Kontakt eine Frage stellen. Wie groß ist der Garten, wie alt sind die Kinder, welches Fach. Das zeigt, dass du mitdenkst.
  4. Pünktlich sein und Bescheid sagen, wenn etwas dazwischenkommt. Das ist der ganze Trick bei Bewertungen.
  5. Klein anfangen. Ein Auftrag pro Woche reicht am Anfang. Mehr kommt von allein, wenn die ersten Kunden zufrieden sind.

Häufige Fragen

Darf ich mit 15 einen Minijob machen?

Mit 15 sind Ferienjobs bis zu vier Wochen im Jahr erlaubt, höchstens acht Stunden am Tag. Ein regelmäßiger Job neben der Schule geht in der Regel erst ab 16. Leichte Arbeiten wie Babysitten oder Zeitungen austragen sind mit Zustimmung der Eltern schon ab 13 möglich, höchstens zwei Stunden am Tag.

Wie viel darf ich als Schüler im Minijob verdienen?

Die Minijob-Grenze liegt 2026 bei 603 € im Monat. Bis dahin bleibt der Lohn für dich abgabenfrei. Bei selbständigem Helfen gibt es diese Grenze nicht, dort zählt der Grundfreibetrag von rund 12.348 € im Jahr für die Einkommensteuer.

Ist ein Schülerjob über eine Plattform ein Minijob?

Nein. Auf Plattformen wie domilio bist du selbständig, nicht angestellt. Es gibt keinen Arbeitgeber, der dich anmeldet. Du entscheidest selbst über Aufträge und Zeiten und bist selbst für Steuern zuständig. Bei regelmäßiger Tätigkeit ist eine Gewerbeanmeldung nötig.

Brauche ich als Schüler ein Gewerbe?

Wenn du regelmäßig und mit der Absicht, Geld zu verdienen, selbständig arbeitest, ja. Die Anmeldung geht in Hamburg online beim Bezirksamt. Unter 18 brauchst du dafür die Zustimmung deiner Eltern. Bei einzelnen Gefälligkeiten ist das noch kein Thema. Frag im Zweifel beim Bezirksamt nach.

Welche Schülerjobs gibt es in Hamburg ab 16?

Neben Minijobs in Läden und Gastronomie vor allem Nachhilfe, Gassi gehen, Einkaufshilfe, Gartenhilfe und Babysitting. Diese Jobs lassen sich stundenweise annehmen und passen neben die Schule. Übliche Stundensätze liegen etwa zwischen 10 und 16 €.

Verliere ich Kindergeld, wenn ich arbeite?

Nein. Für Schüler unter 18 gibt es keine Einkommensgrenze beim Kindergeld. Bei der Familienversicherung in der Krankenkasse gibt es Grenzen, die bei ein paar Stunden pro Woche aber nicht erreicht werden.