Was ein Hundesitter macht
Die Gassi-Runde ist der Kern: Der Halter ist im Büro, der Hund braucht mittags raus. Du holst ihn ab, gehst eine halbe oder ganze Stunde, bringst ihn zurück, füllst den Wassernapf. Dazu kommt Tagesbetreuung, wenn jemand einen langen Tag hat oder verreist: Der Hund ist bei dir oder du bist bei ihm, mit Füttern, Spielen und Ruhezeiten. Manche Halter suchen jemanden für die Urlaubswoche, andere für den Dienstagnachmittag.
- Gassi-Runde nach Absprache, 30 bis 60 Minuten, meist mittags oder abends.
- Tagesbetreuung beim Halter oder bei dir zuhause.
- Füttern und Medikamente geben, wenn es besprochen ist.
- Urlaubs- oder Krankheitsvertretung über mehrere Tage.
- Kurze Rückmeldung nach jedem Einsatz, ein Foto reicht oft.
Was du können solltest
Hunde mögen reicht nicht. Du musst einen Hund an der Leine halten können, auch wenn ein Eichhörnchen vorbeiläuft oder ein anderer Hund bellt. Du solltest lesen können, ob ein Hund gestresst ist, Angst hat oder einfach nur spielen will. Und du musst ruhig bleiben, wenn etwas nicht nach Plan läuft, etwa wenn der Hund nicht mitkommen will oder unterwegs Durchfall hat.
Erfahrung mit dem eigenen Hund oder dem der Familie ist die beste Grundlage. Wer noch nie einen Hund geführt hat, fängt mit kleinen, gelassenen Hunden an und lernt beim Halter. Ein Erste-Hilfe-Kurs für Hunde ist kein Muss, aber ein Argument im Profil.
Das erste Treffen mit Hund und Halter
Bevor du allein mit dem Hund losgehst, gibt es ein Kennenlernen. Beim Halter, mit Hund, eine halbe Stunde. Du erfährst, wie der Hund auf Fremde reagiert, ob er an der Leine zieht, welche Kommandos er kennt, was er nicht verträgt. Am besten geht ihr die erste Runde zu dritt.
- Wie reagiert der Hund auf andere Hunde, Kinder, Fahrräder?
- Welche Kommandos kennt er, welches Wort heißt Stopp?
- Leine, Geschirr, Maulkorb: was benutzt der Halter und warum?
- Futterzeiten, Leckerlis, was er auf keinen Fall fressen darf.
- Tierarzt, Notfallnummer, Chipnummer.
- Wo darf er frei laufen, wo nicht?
Schreib die Antworten in den Chat, nicht auf einen Zettel. Dann habt ihr beide dieselbe Fassung, und bei Unklarheiten muss niemand raten.
Was du pro Einsatz nehmen kannst
Hundebetreuung wird meist pro Runde oder pro Tag bezahlt, nicht pro Stunde. Der Preis hängt von Dauer, Anzahl der Hunde und Anfahrt ab. Wer jeden Mittag dieselbe Runde geht, nimmt oft etwas weniger je Einsatz als für eine einzelne Anfrage am Sonntag.
| Leistung | Üblicher Preis | Anmerkung |
|---|---|---|
| Gassi-Runde, 30 bis 60 Minuten | etwa 10 bis 15 Euro | bei zwei Hunden aus einem Haushalt etwas mehr |
| Tagesbetreuung, 8 bis 10 Stunden | etwa 25 bis 40 Euro | beim Halter oder bei dir, Futter stellt der Halter |
| Übernachtung | etwa 30 bis 50 Euro | nur, wenn du das wirklich willst und darfst |
| Urlaubsbetreuung, pro Tag | etwa 25 bis 45 Euro | mehrere Tage am Stück, vorher genau absprechen |
Spannen für Hamburg, Stand 2026. Hundepensionen liegen meist höher. Auf domilio steht dein Satz im Profil, Halter sehen ihn vor der Anfrage.
Was Halter zahlen und wie sie vergleichen, steht im Ratgeber Hundebetreuung privat: Preise. Lies ihn, dann weißt du, wie die andere Seite rechnet.
Regeln in Hamburg: Leine, Auslaufzonen, Hundegesetz
In Hamburg gilt in vielen Bereichen Leinenpflicht, unter anderem in Parks, an Badestellen, in Naturschutzgebieten und im Bus. Freilauf ist in ausgewiesenen Hundeauslaufzonen erlaubt, davon gibt es über hundert im Stadtgebiet, mit Schild am Eingang. Ob der Hund frei laufen darf, entscheidet außerdem der Halter, nicht du. Im Zweifel bleibt die Leine dran.
Das Hamburger Hundegesetz verlangt vom Halter, dass der Hund gechipt und registriert ist und eine Haftpflichtversicherung besteht. Prüf beim Kennenlernen, ob das der Fall ist. Kot mitnehmen ist Pflicht, Beutel hat der Halter oder du. Für Hunde, die als gefährlich eingestuft sind, gelten zusätzliche Auflagen, davon lässt du als Einsteiger die Finger.
Haftung: Was passiert, wenn etwas schiefgeht
Beißt der Hund jemanden oder läuft vors Auto, haftet grundsätzlich der Halter über seine Hundehalterhaftpflicht, auch wenn du die Leine hältst. Das ist die Tierhalterhaftung aus dem Gesetz. Wenn du aber grob fahrlässig handelst, etwa den Hund in einer Leinenpflichtzone ableinst, kann die Versicherung sich das Geld bei dir holen. Deine eigene Privathaftpflicht deckt Hüten fremder Hunde oft, aber nicht immer. Frag nach, bevor du den ersten Auftrag annimmst.
Der beste Schutz ist Sorgfalt und eine klare Absprache. Was ihr beim Kennenlernen besprochen habt, steht im Chat. Auf domilio sind beide Seiten per E-Mail, Telefon und Ausweis geprüft, und die Bezahlung läuft über die Plattform in Treuhand. Wenn es doch mal Streit gibt, gibt es eine Auftrags- und Chatverlauf, kein Wort gegen Wort.
Ab wann das gewerblich wird
Gelegentlich mit dem Hund der Nachbarin rausgehen ist keine Frage fürs Amt. Wer aber regelmäßig gegen Geld Hunde betreut, vor allem bei sich zuhause und über Tag oder Nacht, kann eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz brauchen. Zuständig ist das Bezirksamt, dort gibt es Auskunft, ab welchem Umfang das gilt. Frag lieber einmal zu früh als zu spät.
Steuerlich bist du beim Helfen über eine Plattform selbständig, kein Minijobber. Unter dem Grundfreibetrag fällt keine Einkommensteuer an. Wer planmäßig und regelmäßig betreut, muss laut AGB ein Gewerbe anmelden. Das ist ein Formular beim Bezirksamt und kostet wenig. Bei Fragen hilft das Finanzamt oder ein Steuerberater. Wie das mit Alter, Steuern und Gewerbe im Detail läuft, steht im Ratgeber Minijob und Schülerjob ab 16.
Ab 16 kannst du in deinem Stadtteil Hunde betreuen. Profil anlegen, Hundebetreuung wählen, Gebiet festlegen, Anfragen kommen per App.
Als Hundesitter startenHäufige Fragen
Wie viel verdient ein Hundesitter?
Eine Gassi-Runde bringt in Hamburg etwa 10 bis 15 Euro, eine Tagesbetreuung 25 bis 40 Euro, Stand 2026. Bei regelmäßigen Runden für denselben Halter liegt der Preis je Einsatz oft etwas niedriger, dafür ist er planbar.
Ab welchem Alter kann ich Hundesitter werden?
Auf domilio ab 16. Gelegentliches Gassi gehen für Nachbarn ist auch früher möglich, mit Zustimmung der Eltern. Für Tagesbetreuung und größere Hunde solltest du Erfahrung und Kraft mitbringen, unabhängig vom Alter.
Wer haftet, wenn der Hund etwas anstellt?
Grundsätzlich der Halter über seine Hundehalterhaftpflicht, die in Hamburg Pflicht ist. Bei grober Fahrlässigkeit des Sitters kann die Versicherung das Geld zurückfordern. Klär vorher, ob deine Privathaftpflicht das Hüten fremder Hunde einschließt.
Darf ich Hunde in Hamburg ableinen?
Nur in ausgewiesenen Hundeauslaufzonen und nur, wenn der Halter das erlaubt. In Parks, an Badestellen und in Naturschutzgebieten gilt Leinenpflicht. Im Zweifel bleibt die Leine dran.
Brauche ich eine Erlaubnis, um Hunde zu betreuen?
Für gelegentliche Gassi-Runden nicht. Wer regelmäßig gegen Geld Hunde bei sich betreut, kann eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz brauchen. Das Bezirksamt sagt dir, ab welchem Umfang das gilt.
Wie finde ich Halter in meiner Nähe?
Über eine Plattform, auf der du dein Gebiet nach Postleitzahlen festlegst. Auf domilio wählst du Hundebetreuung als Leistung, Halter aus deinem Stadtteil sehen dein Profil und fragen an. Dazu helfen Aushänge beim Tierarzt und im Hundepark.
